Meine Gedanken

Hier finden Sie von Zeit zu Zeit "Gedankenkonstrukte" welche mir so durch den Kopf gehen und oft tagelang beschäftigen.

Eine Begegnung zum Schnitterfest

Im vorigen Blog versprach ich am Ende eine meiner Begegnungen mit einer Gottheit zu erzählen und nun ist es soweit.
Im August dieses Jahres, zum Schnitterfest, durfte ich allerhand erleben, was ich so in dieser Art bisher nur aus Erzählungen kannte. Der Zeitpunkt des Schnitterfestes lässt nicht wirklich an einem Datum im Kalender festmachen, es ist zu erfühlen und so wartete ich bis zum 5. August. Der August wurde und wird in der germanischen bzw deutschen Sprache als Ernting bezeichnet und beschreibt daher den Beginn der Erntezeit. 
An diesem 5. Ernting, ein Donnerstag, früher Donarstag und dem Donnergott Donar, im Skandinavien Thor genannt, geweiht, erwachte ich um ca 0600 und hatte sofort das "Gefühl" oder den Eindruck, heute ist es soweit, heute ist der Tag des Schnitterfestes. Voller Energie und Vorfreude sprang ich aus den Federn um die Vorhänge im Fenster aufzuziehen und einen Blick hinaus zu werfen. Was ich sah, ließ mich dann zweifeln, denn der Himmel war durch und durch bewölkt und es schüttete wie aus Eimern, leichtes Donnergrollen machte sich in der Ferne bemerkbar. Wie passend, es ist doch Donnerstag, schoss es mir ein und ich ließ mich durchs Wetter nicht beirren und hielt daran fest, heute ist es soweit.
Zum Schnitterfest wird ein Strauss von Korn und Kornblumen "geerntet", von Freyr dem Sonnengott in Lichtalfheimr geweiht und dann zuhause am Hausaltar platziert, zu späterer Zeit wird dieser Strauss noch weitere Verwendung finden. Sorgen machten sich nun aber doch schon seit ein paar Tagen in mir breit, da schon viel vom Korn geerntet war und ich möglicherweise kaum mehr eine Vielfalt vorfinde um diesen Strauss zu gestalten. Obendrein regnete es ja heut auch noch und geerntet wird normalerweise bei Trockenheit und Sonnenschein. So wartete ich den halben Tag, in der Hoffnung, der Regen möge doch enden, was aber nicht geschah und so machte ich mich Nachmittags, es wird 1600 gewesen sein, im Regen auf den Weg.
Wie so oft führte mich mein Weg zur deutschen Thayaquelle, gleich außerhalb des Ortes und um dorthin zu gelangen muss ich auf einem Feldweg zwischen allerlei Felder durch. Am Ortsende und dem Beginn der Felder merkte ich, dass der Regen leichter wurde und nachdem ich das erste Feld passierte hörte er auf und dunkle, schwere Wolken hingen tief und drohend über der Landschaft, leichter Wind war da, kaum merklich und trieb mir allerhand gute Düfte von Wald, Wiese und Feldern entgegen. Auf diesem Weg nun, gemütlich und in mein Vorhaben versunken, Zwiesprache in Gedanken mit dem Land und seinen Geistern haltend ging ich dahin, mal vom Feld links, mal rechts einen Halm nehmend, nie jedoch einen zweiten, das fühlte sich falsch an. Auch so manche Kornblume fand ich da am Wegesrand und fügte sie dem Strauss bei.
Ungefähr bei der "Trojaburg" hier auch Rasenlabyrinth genannt, war der Strauss fertig und ich bedankte mich mit geschlossenen Augen bei dem Land, bei den Korngeistern und all den anderen Geistern des Landes für diese Gaben, meine Absicht dahinter wussten sie ja bereits. Auch Donar sagte ich dank, dass er mir dies erst ermöglicht hatte. Und als ich nach einer gefühlten Ewigkeit, wahrscheinlich warens nur ein paar Minuten, meine Augen öffnete, sah ich meine Umgebung mit ganz anderen Augen. Es fühlte sich so unwirklich an, obwohl ich wusste dass es real war. Das Land erschien mir trotz der dichten dunklen Wolkendecke viel heller als sonst, kleine "Funken", die Energie des Landes tanzte um mich herum auf dem ganzen Land in wildem Tanze umher. Manche dieser Funken flogen gemächlich dahin andere im Zickzack wieder andere drehten sich im Kreis wie im Karusell oder Riesenrad, auf und ab, hin und her. Und erfüllt von Neugierde, Behaglichkeit und Liebe zu meinem Vaterland beobachtete ich dieses bunte Treiben bis sich mein Blick allmählich wieder änderte und ich die Umgebung so wahrnahm wie zuvor, wie jeder Andere, welcher hier nun umherwandeln würde. Doch nein, nicht genau so, denn ich weiß nun wieder etwas besser um die Dinge dahinter und sehe es fortan anders als jeder Andere.
Erfüllt von einem Hochgefühl schritt ich langsam weiter, an der Trojaburg vorbei, links abbiegend zu dem kleinen Waldstück zur Thayaquelle. Am Waldesrand angekommen halte ich immer für ein paar Sekunden bis Minuten inne um einerseits all die Wesen des Waldes zu begrüßen, zum Anderen um ihnen meine Absichten darzulegen und um Einlass zu bitten. Bin ich Willkommen so gehe ich gerne weiter, spüre ich Ablehnung, so lasse ich es und kehre um. Ich wurde Willkommen geheißen und trat ruhigen Schrittes ein, im Kopf den Gedanken nach der Weihe des Strausses. Die Weihe erfolgt eigentlich bei Sonnenschein, in der Sonne, durch die Sonne und den Gott Freyr dahinter, doch es ist noch immer dicht bewölkt und schon recht spät, die Sonne wird heut wohl nicht mehr hervorkommen. Wahrscheinlich muss ich mein Vorhaben an einem anderen Tag fortsetzen.
Da aber überkam mich wieder diese tiefe Vertrauen, bis hierher gelang alles, wurde mir ermöglicht und so kann ich mir sicher sein, dass auch weiterhin alles so sein wird, wie es sein soll. Ob es mit meinen Vorstellungen zusammenpasst oder nicht, ist eine andere Frage. So in Gedanken gelangte ich zur Quelle, begrüßte den Geist der Quelle und auch den Hütergeist dieses Waldstückes, welche sich hier oft befindet und sich mir schon zweimal bemerkbar machte. Ich plauderte in Gedanken mit ihnen und fühlte nach ein paar Minuten den Impuls weiter zu ziehen. Gesagt, getan. Ich verabschiedete mich, natürlich nicht ohne ihnen ein kleines Geschenk aus Äpfeln, Birnen und etwas Schnaps dazulassen und ging weiter bis zu einer Weggabelung. Links gehts in Richtung Süden zum Ort Jagenbach und geradeaus komme ich wieder, nach einer Kurve, zum Feldweg hinaus. Ich entschied mich für links, da ich dort vor Jahren meinen Stab fand, dessen Kopf einem Raben, meinem treuen Begleiter, gleicht.
Ohne weitere Ereignisse kam ich am Waldesende nach ein paar Minuten an, wollte aber nicht raus und entschloss mich zum umdrehen und ging zurück. Nach nur ein paar Metern änderte sich ganz kurz wieder mein Blick zu dem, welchen ich zwischen den Feldern vorhin hatte und so schaute ich den Weg entlang ans Ende einer kleinen Lichtung mitten im Wald und sah dort unter den ersten Bäumen, ganz schwarz wie ein Schatten, mit breiten Hut, langen Umhang, einen Stab in der Linken, einen Raben auf der rechten Schulter sitzend Wotan dort stehen. Unbeweglich stand er da, schien mich anzusehn, es waren gewiss nur Sekunden, doch fühlten sie sich wie eine Ewigkeit an und ich wusste ich muss zu ihm. Ein paar Schritte näher, den Blick längst wieder "normal" erkannte ich den Ast eines Baumes über dem Weg, die Äste und Blätter so geformt, dass sie wie eine menschliche Gestalt aussahen. NIchts Übernatürliches, keine Gottheit die dort leibhaftig herumsteht wegen mir. Oder doch?
Aus Erfahrung weiß ich, dass mein Blick stets dorthin gelenkt wird wo er sein soll, damit ich das erkenne, was ich erkennen soll. Und ja, wenn es soweit ist erkenne ich und ja, er zeigte sich so, da er wusste, ich würde es trotz aller Zweifel verstehn. Dort angekommen, wo Wotan stand sah ich bereits das Ende des Weges bei der Weggabelung und dort gemischt aus Schatten und Ästen stand dunkel ein Wolf, wie der Rabe ein treuer Begleiter Wotans. Genau genommen sind es zwei Raben, Hugin und Munin und zwei Wölfe, Geri und Freki. Welchen von beiden ich nun sah, weiß ich nicht, doch man kann sie sich so vorstellen, wie die Darstellungen auf diversen Felsbildzeichnungen aus Schweden. Anfangs war er kräftig gebaut, doch je näher ich kam um so dünner wurde er bis er auf halbem Wege wie ein Strichmännchen im Wald stand. Auch schien es mir von Anfang an so, als bewege er sich nach links in westliche Richtung.
An der Gabelung angelangt war von ihm nichts mehr zu sehn und ich beschloss ihm zu folgen, nachdem ich etwas Müll, welchen ich auf dem Weg fand, bei der nahen Quelle in den Mistkübel deponiert hatte. Ohne weitere Zwischenfälle kam ich ans Ende des Weges, den Wotan und sein Wolf mir wiesen. Rechts gelangt man hinaus zum Feldweg, links war ein Weg, doch der ist überwuchert und nicht begehbar und gerade aus ist eine völlig überwucherte Lichtung zwischen all den Bäumen. So stand ich da, unschlüssig was nun zu tun sei, als plötzlich eine ca 10cm große Libelle aus der Lichtung hergeflogen kam. Sie umrundete mich, flog im Kreis über diesen kleinen Platz auf dem ich stand und flog immer wieder in die Lichtung und wieder hinaus. "Aha, verstehe, dann schau ma mal die Lichtung an" sagte ich zu ihr und begab mich an deren Rand. 
Kaum als ich dort war brach über mir die Wolkendecke auf und die Sonne, welche bereits weit im Westen stand, schien hell und warm auf mich hernieder. Mein Blick änderte sich wieder, ich nahm wieder die Energien des Landes wahr, die Zeit stand still und ein erhebendes Gefühl machte sich breit. Intuitiv holte ich den Kornstrauss hervor, hielt ihn mit beiden Händen der Sonne entgegen, sah ihr mit geschlossenen Augen entgegen und bat Freyr um seine Weihe, Ein Netz aus Licht machte sich bemerkbar hinter meinen geschlossenen Lidern und die Sowilo-Rune regnete hunterfach herab auf den Strauss, das Land und mich.
Nach geraumer Zeit senkte ich die Arme, öffnete meine Augen, bedankte mich von ganzem Herzen für diese wunderbaren Erfahrungen, diese Geschenke und bermerkte wie sich die Wolkendecke wieder schloss und es leicht zu regnen begann. Rasch verstaute ich den Strauss in meiner Tasche um ihn trocken zu halten und machte mich, freudig, erleichtert, wissend und voll neuer Kraft auf den Heimweg...

Die Götter sind noch immer da!

Immer wieder höre oder lese ich Aussagen, wonach die "Götter" nicht existieren, nicht da seien oder gar tot seien. Wenn ich so etwas höre oder lese kann ich nur mit dem Kopf schütteln, da mir bewusst wird, wie wenig so viele über die "Götter" eigentlich wissen, aber trotzdem glauben mitreden zu können und obendrein vielleicht auch noch Andersdenkende als dumm hinstellen. Frei nach dem Motto: "Du bist nicht meiner Meinung also musst du dumm sein."
Traurig aber wahr, so etwas gibt es und ich vermute ein jeder wird da jemanden im Sinn haben auf den diese Beschreibung zutrifft. Doch was ist nun dran an diesen Behauptungen, wonach es keine Götter gibt  bzw noch nie gegeben hat? Eine Gruppe mächtiger Menschen soll sie geschaffen haben um ihre Macht auszubauen und die vielen Leichtgläubigen zu lenken. Doch dank der vielgerühmten Zeit der "Aufklärung" wissen wir, es gibt sie nicht, auch die Seele ist etwas nicht existentes und überhaupt leben wir ohnehin nur einmal. Davor ist nichts und nachher auch nicht. Also braucht man auch keine Rücksicht nehmen, egal auf was denn Rechenschaft muss man maximal vor einem irdischen Richter ablegen, sofern man es zu bunt treibt, ansonsten ist ja nichts zu befürchten.
Genau diese Sicht und Denkweisen haben die kalte Industrialisierung, die Ausbeutung unserer lieben Mutter Erde und die massive Umweltzerstörung erst möglich gemacht. Geld nennt sich die Gottheit in deren Namen all das geschieht. Edmund Burke sagte im 18. Jahrhundert: "Menschen, die nicht auf ihre Vorfahren zurückblicken, werden auch nicht an ihre Nachwelt denken." Und genau das erleben wir Tag für Tag. Die Vorfahren, die Ahnen werden vergessen, bedeuten den Meisten nichts mehr, oft sind sie nicht einmal bekannt da diese fatale Sicht und Denkweise schon älter ist. DIe Nachkommen interessieren auch nur bedingt, die Kinder vielleicht, sofern man überhaupt welche hat oder möchte, die Enkelkinder, eventuell noch Urenkel, das war es dann aber auch schon. Was dann noch an Nachkommen ist erleben die Meisten nicht und oft hörte ich auch schon den, verzeiht mir bitte diese Ausdrucksweise, idiotischen Satz: "Da tut mir kein Bein mehr weh, was interessiert mich das?" An diesem Satz kann man viele Missstände der heutigen Zeit festmachen.
Was haben diese menschlichen Irrtümer nun aber mit den Göttern zu tun? Nun, sehr viel und nichts. Um das aber nun verständlich zu machen ist es notwendig etwas weiter auszuholen. Wenn wir uns ansehen was heute auf diesem unserem schönen Planeten geschieht, was alles existiert sei es nun als Idee oder schon als fertiges "Endprodukt" welcher Form auch immer und auch alles das hernehmen was einmal war und nun nur noch als Erinnerung da ist und wandern in Gedanken zum Ursprung dieser Sache, so erkennen wir schnell, dass nichts einfach so geschieht und dann da ist sondern eine Idee und/oder Kraft dahinter steckt, welche das alles erst möglich macht und ins Rollen bringt. Man kann aber auch bei dieser Idee bzw Kraft weiter zurück gehen da auch diese Idee/Kraft nicht ohne Grund da ist. Das ist meiner Ansicht nach überall so, ob es nun menschliche Erfindungen sind, die Naturgewalten oder Geschehnisse im Weltraum, nah oder fern. Ob wir uns nun diesen Ursprung erklären können oder gar finden oder nicht spielt keine Rolle, er ist da.
Wenn am Himmel im Gewitter die Blitze zucken und es donnert, die Wände zittern, die Luft ist erfüllt von Energie, so weiß die Wissenschaft heute wie das alles zustande kommt. Man kann es erklären vom Anfang bis zum Ende. Die alten Naturreligionen (dieses Wort mag ich eigentlich nicht da es zu sehr missbraucht wurde und wird doch ein besseres will mir derzeit nicht einfallen) schrieben Donner und Blitz, das Gewitter usw einer oder mehreren Gottheiten zu und hatte dazu stets einen Mythos parrat. Wer hat denn nun recht von Beiden? Wissenschaft oder Naturreligion? Ich würde sagen alle Beide. Warum? Ganz einfach, die Wissenschaft misst, beobachtet und forscht, experimentiert und weist nach, zieht ihre Schlüsse. Und liegt in diesem Fall zum Beispiel richtig (nicht überall). Die Naturreligion basiert auf Wissen um das was dahinter steckt und erkennt göttliches Wirken, das Wirken einer hohen Wesenheit bzw mehrerer hoher Wesenheiten. Die Wissenschaft erklärt das Greifbare, Messbare, die Naturreligion beschreibt die Kraft welche es erst ins Rollen bringt und durch das Ereignis sichtbar wird. Beide haben sie Recht und würden sich bestens ergänzen, doch stattdessen herrscht stets Streit weil der Eine den Andern nicht anerkennen will und meint er alleine habe die Wahrheit gefunden...
Vor vielen tausend Jahren lebte im alten Babylon eine Seherin namens Sajaha, an anderer Stelle habe ich von ihr schon mal berichtet. Diese überlieferte uns eine Aussage des Gottes Marduk, welcher bei uns im germanischen Raum Wotan bzw im Norden Odin hieß. "Die Menschen sind die Schatten der Götter, ihrer ist das Verdienst am Licht, ihrer die Schuld an der Finsternis." Treffender kann man es nicht beschreiben. Die Menschen sind die Schatten der Götter, stammen von ihnen ab, sind ihre Nachkommen und damit genauso wie sie Schöpferwesen. Die Götter, all unsere Ahnen leben in uns weiter, wir sind die Summe von zig Millionen, wahrscheinlich Milliarden Vorfahren welche in uns weiterleben. In den Kindern setzt sich das fort, daher kommt auch das Wort Enkel aus dem alten Wort Ahnkel und bedeutet kleiner Ahne. Da spielt auch die Reinkarnation eine große Rolle, das Enkelkind könnte der Urgroßvater oder die Urgroßmutter sein oder ein anderer Ahne. Darum war es den alten Kulturen und Religionen auch stets wichtig das Feuer der Traditionen, nicht die Asche weiter zu geben, das Land und das Erbe zu erhalten und zu pflegen, wehrhaft zu sein um das Land so intakt weitergeben zu können wie man es übernommen hat. Die Vorfahren, welche sich in den Kindern inkarnieren werdens dankbar annehmen und weiterführen und falls doch noch etwas Egoismus da ist, man selbst gehört da auch dazu und wird in kommenden Generationen wieder inkarnieren und die Früchte der eigenen Arbeit aus den vorherigen Leben geniesen aber auch weiter pflegen können und müssen. Da steckt Verantwortung dahinter.
Zusammengefasst komme ich zum Schluss, die Götter existieren immer noch, in uns leben sie weiter und unterstützen uns auch, da es auch in ihrem Interesse liegt uns Heil zu bringen und das Land und Erbe zu erhalten. Und noch mehr, sie sind nicht nur ein Teil von uns sondern nach wie vor selbstständige Wesenheiten, bereit zu helfen, unser Tun beobachtend und um uns herum stets wirkend. Man begegnet ihnen auch ab und zu mal, doch erkennt man sie selten, so man nicht darauf aus ist und schon gar nicht damit rechnet. Sie rennen nicht durch die Gegend und schreien laut herum sie wären die Heilsbringer und lassen sich anbeten oder bringen die Leut dazu vor ihrem Altar auf den Knien herum zu rutschen. So etwas haben sie nicht nötig, da sie in uns keine Untertanen sehn sondern ihre Nachkommen und uns stark sehn wollen nicht unterwürfig.
So mancher von euch, liebe Leser, fragt sich nun bestimmt was ich damit meine, wenn ich schreibe, man begegnet ihnen auch schon mal im Alltag. Dazu empfehle ich den "Erlkönig", denn so wie dort beschrieben das Kind allerhand Gestalten sieht, so kann man sie auch im hier und jetzt wahrnehmen, so sie sich zeigen wollen bzw eine Botschaft für uns bereit halten oder uns etwas zeigen möchten. Man erkennt es, wenn es soweit ist und versteht die Botschaft da sie genau so überbracht wird, damit wir sie verstehen. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung und werde diese gern ein Andermal mit euch teilen. BIs dahin aber belasse ich es nun bei diesen Zeilen...

Runen - Die Urschrift?

Vor kurzem wurde ich gefragt, ob die Runen die Urschrift wären. Ich sagte, ich weiß nicht ob sie es sind, aber meiner Meinung nach, kommen sie dem was man Urschrift nennt, ziemlich nahe.
Die bekannteste und am meisten verwendete Runenreihe ist die 24er, das ältere Futhark, auch als gemeingermanische Reihe bekannt da man Steine mit dieser Reihe darauf von Schweden bis nach Bosnien hinein fand. Der älteste Fund diesbezüglich stammt aus Gotland in Schweden und wird auf das Jahr 350 - 400 u. Z. datiert. Es ist die Steinplatte von Kylver auf Gotland.
Es gibt dann auch noch das jüngere Futhork, welches um 650 - 800 unserer Zeit in Skandinavien bzw Norddeutschland in Verwendung war. Jünger auch deshalb, da es von 24 auf 16 Runen reduziert wurde. Warum das geschah, weiß man nicht, man vermutet aber allerhand. Ich habe da mittlerweile meine ganz eigene Theorie dazu, kann sie aber derzeit nicht ganz untermauern, daher unterlasse ich es, sie hier zu schreiben.
Es gibt weiters noch ein Angelsächsisches Futhork, auch anglofriesisch genannt, welches 33 Runen aufweist, darin enthalten sind alle aus der 24er Reihe und dazu noch 9 weitere angelsächsischer Art. Datiert wird es aufs 5.-11. Jahrhundert u. Z.
Wenn man sich das alles so ansieht und dann noch die Datierungen dazu nimmt kommt man nur sehr schwer auf eine Urschrift da die Zeit der frühesten Funde in einen Zeitraum weist, wo es andernorts längst Schriften gab, "die" Runenschrift also nicht die Älteste ist.
So kommt es auch Zustande, dass die Wissenschaft annimmt, die Runen der Germanen seien nur eine Entlehnung aus älteren Schriften, wie zum Beispiel dem Lateinischen, dem Etruskischem, dem Griechischen usw.
Der nordische Mythos beschreibt die Herkunft der Runen so, dass sie durch die Götter den Menschen gelehrt wurden. Und zwar nicht als profane Schrift um irgendetwas aufzuschreiben, sondern als Zauberzeichen. Jede Rune hat ihren Namen, steht für einen Buchstaben, hat einen  Zahlenwert. Hinter dem Namen verbirgt sich eine ganze Geschichte um sie besser verinnerlichen zu können, um ihre Wirkung, ihre Kraft verstehen zu können.
Die Goldhörner von Gallehus, deren Rekonstruktionen heute im dänischen Nationalmuseum aufbewahrt werden, zeigen auf dem einen Horn eine Inschrift aus Runen der 24er Reihe, das andere Horn hingegen gilt als "schriftlos". Auf diesem schriftlosen Horn sieht man kleine Männchen abgebildet in verschiedenen Posen, Arm- und Beinhaltung sind sonderbar. Wenn man nun allerdings etwas Fantasie anwendet, erkennt man auch darin eine Runenschrift, durch Personen nachgestellt.
So kam man auch darauf, Runen nicht nur zu schreiben oder zu singen sondern auch diese Zeichen mit dem Körper nach zu stellen. Das "Runenyoga" wurde entdeckt, ich denke wiederentdeckt. In weiterer Folge entwickelten sich ganze Runentänze in denen man verschiedene Runen nacheinander nachstellte in rythmischen Bewegungen und solcher Art die Runenkräfte in sich aufnahm.
Runen wurden und werden auch als Orakel verwendet um den Willen der Götter zu erfahren, um Rat zu bekommen in schwierigen Zeiten um mit der Geisterwelt in Kontakt zu treten. Es gibt unzählige Möglichkeiten mit den Runen zu arbeiten, da sie so vielseitig und komplex sind, auch wenn es anfangs den Anschein hat sie wären sehr schlicht und einfach. 
Eben diese Einfachheit zeichnet sie aus und rückt sie der "Urschrift" näher, als die meisten anderen Schriften, welche archäologisch betrachtet älter sein sollen. Ursprachenforscher weisen nach, dass eine Ursprache und weiters damit eine Urschrift nicht allzu komplex war.
Nur als Beispiel: Wir sagen heute Mutter, in der Ursprachen sagte man Mu, Vater war At, später Atta, dann Vater. Anhand dieser beiden Beispiele sehen wir auch eine Verbindung zu den beiden mythischen Reichen Mu und Atlantis, Mu wie Mutterland, Atlantis wie Vaterland.
Es ist bedauerlich, dass heute in diese Richtung kaum mehr geforscht wird. Es gilt dies hier als Unsinn, als Hirngespinnst. In meinen Augen ist es eine gewaltige Frechheit, erst die Forschung diesbezüglich zu verweigern, dann das Vorhandene zu ignorieren oder umzudeuten und zuletzt jene, deren Forschergeist frei ist, zu denunzieren.
Aber zurück zu den Runen. Wenn sie eine Urschrift, oder gar die Urschrift wären, so müsste man sie auch außerhalb von Europa, außerhalb des germanischen Lebensraumes finden. Und eben dies ist auch der Fall. Man fand Runen, verschiedener Art nicht nur in Europa, von Spanien bis Russland und von Skandinavien bis Italien hinein, sondern auch in der Türkei, in Sibirien, im aramäischen Raum und den Runen ähnliche Schriften bis zu den Philippinen. Auch in Nordamerika finden sich Runeninschriften und zwar nicht nur jene aus der Wikingerzeit vor rund 1000 Jahren sondern auch bei den Indianern selbst.
Nimmt man die heutige Schrift der Chinesen oder Japaner oder Koreaner usw. her, erkennt man eine gewisse Ähnlichkeit zu den Runen, obwohl diese Schriften viel komplexer Aussehen. Nehme ich allerdings zwei oder mehr Runen und kombiniere sie, entstehen sogenannte Binderunen mit neuer Bedeutung und neuer Wirkweise. Solcherart kann ich leicht das eine oder andere Zeichen dieser asiatischen Schriften aus Runen nachbauen.
Meine eigene Erfahrung zeigt mir, dass es so viele verschiedene Runensysteme gab und gibt, wie wir Dialekte und Sprachen haben und hatten.
Dass es in Europa nur so junge Funde gibt, hat einen einfachen Grund. Es waren seit jeher Zauberzeichen, von den Göttern gegeben und somit heilig. Jeder Missbrauch dieser Zeichen und damit der Kräfte die in ihnen wirken, sich durch diese manifestieren, wurde vermieden. Die Menschen der alten Zeit schrieben kaum etwas auf, nur Zauber waren da die Ausnahme. Und diese wurden bevorzugt bzw fast ausschließlich auf Holz, Rinde, Pergament und dergleichen gemalt und geritzt um den Zauber auch wieder aufheben zu können, zerstören zu können, wenn er nicht mehr benötigt wurde. Für Überlieferungen verließ man sich auf sein Gedächtnis und überlieferte in Liedern, in Reimform, mündlich und gab so über Jahrtausende Geschichten beinahe unverändert weiter. Die ältesten Funde zeugen von einer Zeit in der der Verfall dieser nordisch-germanischen Kultur einsetzte, da man die einst heilige Schrift profan zu verwenden begann und da und dort diese Zeichen in einer Art Graffiti hinterließ.
Schrift muss aber nicht immer gleich ein Buchstabe, eine Rune sein, wie wir sie heute kennen. Das zeigen uns die beiden Goldhörner von Gallehus. Auf der Osterinsel fand man eine Schrift mit Männchen, welche denen von dem einen Horn ähneln bis gleichen. Schrift kann also auch durch Lebewesen ausgedrückt werden, zwei Beispiele haben wir nun. Schauen wir nun zu der Bilderschrift der alten Ägypter, oder zu den Zentralamerikanern, so erkennen wir auch da die Verbindung, wenn auch nicht mehr so deutlich. Das Bindeglied sind die Goldhörner in Dänemark.
So schlussfolgere ich, dass die Runen tatsächlich Teil einer Art Urschrift sind, welche allem Anschein nach weltweit Verwendung fand und sich regional weiterentwickelte. Woher diese Schrift kam, kann wissenschaftlich nicht belegt werden, da es keine Funde gibt und diese Schriften in eine Zeit zurück reichen, die jenseits unserer heutigen Vorstellung liegt. Daher bleibe ich diesbezüglich bei den Überlieferungen: Die Götter brachten sie uns.

Nur ein Traum?

Heute möchte ich euch von einem Traum erzählen, welchen ich vor ein paar Tagen hatte. 
In diesem Traum war ich Teil einer Gemeinschaft außerhalb einer großen, modernen Stadt. Der Weg welcher von der Stadt hierher führte war ein einfacher Trampelpfad ohne besondere Merkmale, ohne Verkehrsschilder wie man sie sonst an jedem Weg oder Straße fand. Die Siedlung befand sich mitten in einer Steppe, ringsum keine Bäume, kein Gras, nur ödes, staubiges und flaches Land.
Ich stand draußen, auf diesem Weg und betrachtete die Häuser welche sich, von der Stadt kommend,an der rechten Straßenseite befanden. Es waren alte Häuser, teils stark heruntergekommen, renovierungsbedürftig allesamt. Bei manchen bröckelt die Fassade, bei anderen sind Löcher im Dach oder im Fenster und man benötigt schon etwas Fantasie um die Schönheit der Gebäude aus alter Zeit wieder zu erkennen.
Die Menschen dieser Gemeinschaft sind ähnlich heruntergekommen, in Lumpen gehüllt und nur soweit gepflegt, als es mit Wasser aus einem Brunnen geschöpft möglich ist. Es mangelt an allem, auch Strom fehlt und alles das, was unser Leben als Menschen heute ausmacht. Und doch sind sie sich einig hier bleiben zu wollen, da sie frei sind und abgesehen vom materiellen Mangel und der Sehnsucht nach der alten Zeit keinerlei Beschwerden haben.
Da kam es, das von Zeit zu Zeit ein Beamter aus der Stadt heraus in die Siedlung kam und mit seinem Wohlstand protzte. In einem langen, teuren Mantel aus schwarzem Fell gehüllt mit einem ebenso kostbaren Hut auf dem Kopf und glänzenden Lackschuhen in schwarz stieg er aus seinem Wagen, machte ein verächtliches Gesicht als er die Zustände sah in denen wir lebten. Dies währte aber nur ganz kurz, da er seine Fassung gleich wieder fand und seinen Auftrag möglichst schnell erledigen wollte.
Er bedeutete mir die anderen Bewohner der Siedlung zu holen und ich tat es widerwillig, da ich wusste was er wollte. Verhindern kann ich es aber nicht, denn jeder von uns war freiwillig hier und nahm all die Strapazen auf sich und so liegt es nicht in meiner Macht ihn am sprechen zu hindern oder gar sein hiersein zu verschweigen. Nach und nach kamen sie alle zum Vorschein, manche mit Neugierde in den Augen, andere mit Ablehnung und Zorn da sie um seinen Auftrag wussten.
Als nun alle da waren hob er zu sprechen an und bedauerte dabei die Umstände unter denen wir hier leben mussten. Er zählte all die Mängel auf die er sah und vermutete und beteuerte gleichzeitig uns nicht helfen zu können solange wir hier blieben. Schlussendlich forderte er uns auf, jeden mit besorgtem Blick in die Augen sehend, die Siedlung zu verlassen und endlich in die große Gesellschaft der Stadt einzugehn, sich ihr anzuschließen. An blumigen Worten wie schön es dort ist, ließ er es nicht mangeln und ich konnte in den Augen von so manchem die wehmütige Erinnerung an schöne Tage, vor langer Zeit sehn. Eben das wollte er erreichen. Die Sehnsucht nach der Unbekümmertheit der alten Zeit, wo Mangel ein Fremdwort für die Meisten war, wo man reisen durfte ohne Schwierigkeiten, jene Tage, an denen wir fließendes Wasser und auch Strom hatten. Jene Tage an denen wir sorglos und glücklich dahinlebten und in dieser Sorglosigkeit die aufziehende Gefahr nicht erkannten, welche uns in kürzester Zeit in diese Not brachte.
Der Beamte wurde langsam unruhig da keiner etwas sagte und ein jeder in Gedanken versunken vor sich hin starrte. Mit einem lauten Räuspern machte er auf sich aufmerksam und hob wieder zu sprechen an, als er sah dass die Menschen ihn mit gemischten Gefühlen ansahen. Wieder schilderte er uns von den Annehmlichkeiten der Stadt und davon, wie gut es nun jenen ginge, welche mit ihm von Zeit zu Zeit hier weg gingen um dort zu leben. Ob es so war oder nicht, konnte keiner sagen, da wir sie nie wieder sahen.
Auch diesmal war er fündig geworden, zwei aus unserer Mitte scherten aus und stellten sich zu ihm, eine alte Frau, mit ganz grauen Haaren und einer alten zerkratzten Brille in einem löchrigen roten Mantel mit einem leichten abgewetzten Überwurf und ein Mann um die vierzig Jahre mit braunen kurzen Haaren als Kranz um seine Halbglatze gewachsen in einem zerschlissenen grauen Anzug. Beide waren mir wohl bekannt, sie waren stets fleißig und lebensbejahend und schwelgten oft wehmütig in den Erinnerungen der alten Zeit. Sie waren Mitglieder unserer Gemeinschaft vom ersten Tage an.
Sie besprachen sich mit dem Beamten und dieser wiederum gab mit einem Mobiltelefon, einem Apparat welchen keiner von uns mehr besaß, in der Stadt bescheid und nach kurzer Zeit kamen acht Männer mit zwei Sänften dahergerannt. Die beiden von uns Scheidenden wurden neu eingekleidet und erhielten gleich eine Kleinigkeit welche sie sich wünschten als Geschenk. Sie bekam ein paar Wollknäuel und Stricknadeln dazu, da sie früher gerne und oft strickte stürzte sie sich sogleich darauf während er einen Laptop bekam und seine Augen dabei glänzten wie bei einem Kind zu Weihnachten. Zufrieden betrachtete der Beamte die Reaktion der Beiden und sah bedauernd in unsere Richtung.
Unsere beiden Abkömmlinge saßen inzwischen ein jeder in seiner Sänfte und werkten emsig drauf los. Die Sänften selber waren beide von gleicher Machart, aus rotem Holz mit Schnitzereien, wie man sie sonst nur aus gotischen Kirchen kennt und die Kabinen, in denen sie saßen, warem von Glas abgeschlossen. So saßen sie wohlbehütet in ihrer kleinen Kabine und hörten nicht einmal unsere Zurufe. Die Träger setzten sich nun in Bewegung, hoben die Gebilde an und stapften dahin. In ihren Augen war keinerlei Freude, kein Leben war darin, wie entseelt starrten sie teilnahmslos vor sich hin und taten was ihnen befohlen wurde.
Als sie ein Stück weit weg waren machte sich auch der Beamte auf zu seinem Wagen, grußlos verschwand er darin und sein bisher unerkannt gebliebender Fahrer brauste mit ihm davon. Vor meinen Augen sah ich noch immer das zufriedene Gesicht der Beiden in der Sänfte und schmerzlich wurde mir bewusst dass sie für ein wenig Wohlstand und Dinge, die sie früher gern taten, ihre Freiheit opferten, ohne zu merken, dass sie bald wie diese Träger alles das tun müssen, was die Beamten und deren Vorgesetzte von ihnen verlangen. Auf ihren Schultern werden sie das tragen müssen, was jene sich einbilden und werden sich dem beugen und ein seelenloses Sklavendasein führen oder im Widerstand zerbrechen, da sie von dieser Stadt nicht mehr raus kommen.
Die Gemeinschaft in der ich lebe wird kleiner, nach und nach bröckelt sie auseinander, selbst der harte Kern wird langsam brüchig. Die Zermürbung der freien Menschen zeigt Wirkung...

Unterschiede    Teil 2

Im vorigen Blog schrieb ich vom Unterschied zwischen Germanen, Skandinaviern und Kelten und in diesem hier geht es nun um den Unterschied zu den Slawen und die möglichen Gründe der Trennung.
Zu den Slawen gibt es auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten, abgesehn vom Äußeren und den Grenzen welche uns von ihnen trennen. Aber auch hier fällt mir öfter auf, wie bei den Kelten, das so manches Gebiet, welches bisher stets als germanisch gegolten hat nunmehr als Slawisch gezählt wird. Da wären zum Beispiel Preussen, Mecklenburg, Pommern, Böhmen, Mähren und Teile Österreichs nördlich der Donau. Ich hörte schon von "Experten" welche meinten, Germanen haben gar nie existiert, es waren nur Slawen und Kelten vorhanden.
Vielleicht ist es ratsam zu schauen, woher das Wort "Slawe" eigentlich kommt. Erstmals taucht dieser Begriff, aber etwas anders,  in der "Gotengeschichte des Jordanis" um das Jahr 550 u.Zt. auf. Dort steht der Begriff "Sclaveni", doch wurde er niemals von den damit bezeichneten Stämmen verwendet, da diese sich, wie die "Germanen" nach ihrem Stamm nannten, also Wenden, Veneder usw.
Sclaveni ist mit unserem heutigen Wort Sklave ident und damit eine wenig schmeichelhafte Bezeichnung für ein ganzes Volk, doch warum wurden diese Stämme so genannt?
Als christliche Missionare quer durch Europa zogen und die heidnischen Stämme bekehrten, auf die eine oder andere Weise, schaffte man eine erste langfristige Trennung zwischen West und Ost. Die bekehrten Stämme wurde als Deutsch, das kommt vom lateinischen Deus für Gott, zusammengefasst, während die östlichen Stämme, welche heidnisch waren als Sclaveni bezeichnet wurde. Sclaveni deshalb, weil es damals im christlichen Raum verboten war, Christen als Sklaven zu halten, mit Heiden aus dem Osten war das was anderes. Der Sklavenhandel blühte zu der Zeit auf, immer wieder wurden Vorstöße in die Sklavenländer unternommen und Gefangene in die Sklaverei abgeführt.
Später kamen christliche Missionare der Ostkirche in die Sklavenlande und begannen die Menschen auch dort zu bekehren und ihnen eine Kunstsprache zu bringen. Diese Kunstsprache wurde vom byzantinischen Kaiser Michael in Auftrag gegeben um eine künstliche Sprachgrenze zu den römisch-katholischen Gemeinden zu schaffen. Dieses war die "Missionssprache" welche man auch als "Kirchenslawisch" kennt und dazu wurde die glagolitische Schrift erfunden, welche kurz danach in Bulgarien zur kyrillischen Schrift weiterentwickelt wurde.
Die Mönche Cyrill (welcher eigentlich Konstantion hieß) und Metod versuchten bis nach Böhmen hinein zu missionieren, wurden jedoch vom römischen Papst daran gehindert. In Böhmen, Mähren und Pannonien waren sie nicht erfolgreich im Osten und Südosten hingegen schon. Sprachlich wissen wir heute, dass die Tschechen, Slowaken, Polen, Russen, Bulgaren, Jugo"slawen" usw. slawisch sprechen, doch wenn man sich die historischen Begebenheiten anschaut erkennt man den Einfluss der Ostkriche genau.
Die polnischen Wenden sind allem Anschein nach somit kein fremdes slawisches Volk, sonder Ostgermanische Vandalen welche zur Zeit der Missionierung als Heiden zu den Sklaven gezählt wurden.
Der russische Anarchist Michael Alexander Bakunin schrieb vor ca 150 Jahren dass "Russland in Wahrheit nichst anderes íst, als ein unter der Knute lebendes Germanenvolk". Sehr bedenklich das Ganze, auch wenn man bedenkt, dass Russland in Kiev von Wikingern geschaffen wurde, die Kiever Rus sind da ein Begriff.
Als Literatur diesbezüglich kann ich das Buch "Der Slawen-Mythos" empfehlen.
Diese Trennung zwischen Deutschen im Westen und Slaven im Osten ist also ebenso eine küntliche wie die zwischen Deutschen und Österreichern und Schweizern und Dänen und Schweden usw. Damals wurde auch zwischen Deutschen und Wikingern im Norden getrennt, da die Wikinger als Heiden ebenso den christlich-römischen Expansionsdrang entgegenstanden. Erst als die Wikinger nach und nach missioniert wurden war auch diese Gefahr für Rom gebannt.
Warum nun aber diese Trennung? Warum trennt man die germanischen Völkerschaften, welche einen Großteil Europas noch heute bewohnen bis in die heutige Zeit?
Da fällt mir wieder ein Spruch Bismarcks ein: "Wenn die Deutschen zusammenhalten schlagen sie selbst den Teufel aus der Hölle". Um das Jahr 0 herum waren die Germanenstämme noch uneins und Rom hatte leichtes Spiel mit ihnen und breitete sich über den Rhein nach Osten aus. Erst dem Cheruskerfürsten Arminius, heute als Hermann der Cherusker bekannt, gelang es, einige Stämme zu vereinen und in der Schlacht vom Teutoburger Wald 3 römische Legionen zu vernichten. Das war alles was Rom zu dieser Zeit im Norden an Truppen hatte. Von diesem Ereignis weg unterließ Rom es, Germanien östlich des Rheins zu kolonisieren. Zu Zeiten der Völkerwanderung ca 400 Jahre später fiel Carnuntum an die Germanen und hundert Jahre später wurde Rom von ihnen erobert.
Rom ging nach all diesen Ereignissen scheinbar wieder auf das bewährte Prnizip von "teile und herrsche" zurück, da man erkannte, dass die Germanen, so sie vereint steht, unbezwingbar sind.
In heutiger Zeit zählt das noch genauso wie damals, es ist für das amerikanische Imperium ein Graus, wenn Deutsche und Russen zueinander finden und gar ganz Europa sich seiner Gemeinsamen Herkunft und Zusammengehörigkeit besinnt. Darum wird in jedem Bereich gespalten und künstlich Probleme geschaffen und aufgebauscht, welche von alleine nie entstanden wären.
Dabei will ich es aber für heute belassen.

Unterschiede

Seit langem schon, rätsele ich herum, wo genau der Unterschied zwischen Germanen, Skandinaviern, Kelten und Slawen ist und bin erstaunt darüber, wie wenig davon im Allgemeinwissen vorhanden ist.
"Die" Germanen als solche gabs nicht, die Germanen waren ein Stamm von vielen in dem Gebiet welches die Römer Germanien nannten nachdem sie mit diesem einen Stamm zusammengetroffen sind. Den Römern fiel es demnach auch schon schwer da Unterschiede auszumachen. SIe verwendeten eben den Oberbegriff Germanen da es scheinbar keinen anderen gab und es wahrscheinlich sehr verwirrend gewesen wäre, wenn sie auf einer Landkarte jedes Stammesgebiet einzeln eintragen und abgrenzen hätten müssen.
Die Germanen waren zu dieser Zeit untereinander oft zerstritten und uneins und somit anfangs leichte Beute für die römischen Eroberer. Skandinavier waren zu der Zeit den Römern auch nicht bekannt und wurden zu den Germanen gezählt wenn man auf sie traf. Wenn ich mir so das heutige Deutschland, Österreich und weiters Dänemark, Schweden, Norwegen und Island anschaue erkenne ich schnell die vielen Gemeinsamkeiten wie zum Beispiel die Gemeinsame Ursprache, welche sich regional weiterentwickelte und veränderte und so die Unterschiede schuf, welche heute da sind. Die Mentalität, die Kultur an sich, die Baukunst, die alten Mythen und das Glaubensystem alter Zeit und noch vieles mehr. Es ähnelt sich von Nord bis Süd und lässt nur den Schluss zu, das da ein gemeinsamer Ursprung ist und sich dieser nur regional in geringer Weise unterscheidet.
Wenn ich an die vielen kleinen Unterschiede denke welche in Österreich und Deutschland und Teilen der Schweiz zueinander sind und wir aber doch bei einem Aufeinandertreffen sofort eine gewisse Verbindung und Zugehörigkeit empfinden wird mir schnell klar, das wir, auch wenn eine künstliche Grenze zwischen uns steht, doch zusammengehören. Der Großteil der Österreicher beispielsweise hat bayerische Vorfahren, dazu kommen dann noch Schwaben, Hessen, Sachsen und Baden-Würtemberger in großer Zahl. Auch die anderen deutschen Bundesländer inklusive der Alten, welche heute nicht mehr zu Deutschland gehören, sind dabei, wenn auch in geringerer Zahl. Ein Österreicher ist demnach genauso Deutsch wie ein Bayer, wie ein Sachse, wie ein Preusse, wie ein Schlesier, wie ein Friese, ein Baden-Würtemberger usw.
Doch warum diese Trennung und ständige, von offizieller Seite betriebene Propanganda, wonach das nicht so sein soll? Dazu später mehr...
Ich halte mal fest, Skandinavier und Germanen, welche heute als Deutsche bezeichnet werden, waren und sind eins, auch wenn künstlich geschaffene Grenzen diese vielen Stämme auseinander zu halten gedenken. Was ist nun mit den Unterschieden zu den Kelten?
Die Kelten haben ihr Hauptsiedlungsgebiet im heutigen Frankreich und sollen ebenso in den Alpen bis ins niederösterreichische Flachland die Donau entlang gesiedelt haben. Schriftlich haben sie nichts hinterlassen, das Wenige was man zu wissen glaubt stammt aus archäologischen Funden und von den Römern als sie das alte Keltenreich besetzten. Das Keltenreich? Nein, stimmt auch nicht ganz, es ist von mehreren keltischen Königreichen und Fürstentümern die Rede, wie zum Beispiel das Reich Noricum, südlich der Donau in Österreich mit Carnuntum als alte Hauptstadt, von den Römern erobert und ausgebaut. Mir fällt auf, dass mehrere archäologische Grabungsorte und Fundorte früher als "germanisch" und heute plötzlich als "keltisch" erscheinen. Ich sah sogar eine Arte Doku in welcher davon die Rede war, dass Kelten bis nach Dänemark hinein gesiedelt haben sollen und die dortigen Funde aus germanischwer Zeit sind plötzlich keltisch. 
Die Götter der Kelten, welche man heute noch kennt anhand von Namen und deren Aufgabe beziehungsweise deren Wirkungsbereich, ähneln den germanischen Gottheiten doch recht stark. Man denke an den Donnergott Teutates der Kelten und Thor, bzw Donar wie er im Süden genannt wurde. Die keltischen Stämme scheinen sich etwas anders als die Germanen entwickelt zu haben, so haben sie angeblich bereits erste kleine Städte gebaut, als die Germanen noch in Großsiedlungen mit bis zu 15 Langhäusern wohnten.
Mir drängt sich allmählich der Gedanke auf, dass die Kelten, nachdem es sogar den Archäologen scheinbar schwer fällt Unterschiede auszumachen, eventuell westgermanische Stämme sind, wenn man es so nennen mag und damit kein fremdes Volk sind sondern sich, wie wir es heute noch aus dem deutschen Raum und Skandinavien kennen, regional nur etwas anders entwickelt haben.
Dann bleiben nur noch die Slawen übrig, da ich bei den anderen Drei keinen wirklich Unterschied ausmachen konnte und sie meiner Einschätzung nach eins sind. Doch bleibt nach wie vor die Frage, warum diese Trennung? 
Auf die Slawen und den möglichen Grund zur Trennung gehe ich allerdings erst in meinen nächsten Blog ein...

Versunkene Kultur

In den letzten Tagen kamen mir wieder vermehrt antike Kulturen und deren Hinterlassenschaften in den Sinn. Wer kennt sie denn nicht, die Pyramiden von Ägypten oder Zentral- und Südamerika, die längst zu Staub zerfallenen Ziggurath von Sumer und Babylon? Doch auch in China gibts es derartige Bauwerke, zwar nicht so hoch wie die Ägyptischen, dafür deutlich größer in ihrer Grundfläche und man hat sogar Mumien darin entdeckt, was in den ägyptischen "Grabmalen" nicht der Fall ist.
Abgesehen davon, dass dort wie da Pyramiden stehen sind im ersten Moment der Betrachtung keine Ähnlichkeiten feststellbar. Aber eben nur im ersten Moment.
Vergleicht man aber die Bauweise der ägyptischen Pyramiden mit der Bauweise der Mauer der Inkafestung Saqsaywaman in Cusco in Südamerika wird schnell klar, dass hier die selbe Machart vorliegt. Diese Steine wurden nicht einfach kreuz und quer übereinander gelegt sondern allesamt einzeln bearbeitet und geformt. Kein Stein gleicht dem anderen, jeder ist ein Unikat und passt nur dort, wo er gerade sitzt. Diese Bauweise wird als erdbebensicher betrachtet und findet sich noch in einer Reihe andere Bauten in dieser Gegend. In Ägypten ist sie ebenso nicht nur auf die großen Pyramiden beschränkt sondern von Nord bis Süd in verschiedenen Bauwerken zu finden.
Aber zurück zu den Pyramiden als solche. Man findet sie in Zentral- und Südamerika, in Nordostafrika und in Ostasien. Warum dort und nicht auch woanders? Ich vermute es liegt an den klimatischen Verhältnissen. Da lese ich aber gerade, dass man auch in Australien eine gefunden haben will, diese aber von der Fachwelt bestritten und somit nicht erforscht wird. Es bleibt abzuwarten was da noch kommt. In Europa, in Bosnien wurde auch eine entdeckt, doch weil sie derart groß und seit langem überwuchert ist nahm man sie bisher nie als solche wahr sondern hielt sie für einen Berg. Diese erforscht man zumindest. Auch las ich von einer, welche unter Wasser bei den Azoren mitten im Atlantik stehen soll.
Warum aber gibt es diese Bauwerke? Warum weltweit und nicht nur auf eine Kultur beschränkt? Was war es, das die alten Völker weltweit vor tausenden Jahren dazu bewegte, diese gigantischen Meisterleistungen zu vollbringen? Wie ich von Schamanenkollegen und von Vorträgen des Dipl. Ing. Axel Klitzke weiß, haben die ägyptischen Pyramiden besondere Effekte, wenn man weiß was man darin tun muss. Effekte, die ein Toter nicht braucht. Es wurden in den sogenannten Grabkammern auch nie Mumien gefunden, nur steinerne Truhen welche man als Särge erkannt haben will, auch wenn nichts darauf hinweist. Auch Inschriften und Verzierungen sucht man vergebens. Nur in der Cheopspyramide, in den sogenannten "Entlastungskammern" über der Königskammer sind Kritzeleien zu finden. Diese sind aber umstritten und können nicht als Beweis hergenommen werden.
Derart große Bauvorhaben, durchdacht bis ins kleineste Detail, eine Meisterleistung wird sang und klanglos gebaut. Keine Aufzeichnungen sind vorhanden, keine Inschriften auf den Wänden, einfach nichts. Standen diese Bauten vielleicht schon länger da herum und die alten Ägypter errichteten ihre Kultur auf den Resten einer deutlich älteren die wir heute nicht mehr kennen?
Der griechische Gelehrte Plato überlieferte uns, was sein Vorfahr Solon in Ägypten mitgeteilt bekam. Es geht bei dieser Überlieferung um Atlantis. Darin heißt es zu beginn: "Solon, Solon, ihr Hellenen seid und bleibt Kinder und einen alten Hellenen gibt es nicht! ... denn in euren Köpfen ist keine Anschauung aus alter Überlieferung ... Daran ist folgendes schuld. Oft und auf vielerlei Arten sind die Menschen zugrunde gegangen und werden sie zugrunde gehen, am häufigsten durch Feuer und Wasser, doch auch durch tausenderlei andere Ursachen."
Weiter spricht der ägyptische Priester von der sich verändernden Bewegung der die Erde umkreisenden Himmelskörper und die periodische Vernichtung alles Irdischen durch ein großes Feuer welches die Bewohner der Gebirge und hochgelegenen wasserarmen Gegenden stärker trifft als die Anwohner der Flüsse und Meere. Wenn aber eine Sintflut kommt, starke Regenfälle einhergehen schwemmt es die Siedlungen an Flüssen und Meeren weg und nur die Bergbewohner überstehen das.
In Ägypten passiert nach seiner Aussage weder dies noch das, da der Nil Ägypten vor Feuer schützt und das Wasser nicht von oben sondern von unten langsam ansteigt und wieder abfließt und so alles erhalten bleibt. Daher waren dort die ältesten Aufzeichnungen zu finden. Während in anderen Erdteilen, die Kulturen nach "Ablauf der gewöhnlichen Frist",  wie der Priester es nannte, durch Flut, Feuer usw. zerstört werden und dies, so der Priester, nur die ungebildeten am Leben lässt. "Dann werdet ihr gleichsam von neuem wieder jung und wisst nichts von unserer oder eurer alten Geschichte."
Wenn ich darüber so nachsinne und in diversen Büchern zu diesem Thema lese, wird mir schnell klar, dass dieser Priester recht hatte. Was wissen wir wirklich von der alten Zeit? Alles das, was Archäologen mühsam ausgraben und zusammentragen. Darüber entstehen dann Theorien und diese Theorien ziehen oft das große Problem nach sich, dass sie als Tatsachen gehandelt werden und all jene, welche andere Ansichten vertreten denunziert werden. Überlieferungen, welche in die gängigste Theorie nicht hineinpassen werden allzuschnell als Unsinn, Hirngespinnst oder, heute sehr beliebt, Verschwörungstheorie gehandhabt. All dies fördert nicht unbedingt den Forscherdrang und löscht nicht den Wissensdurst. Wo wir wieder beim Glauben meines 1. Blogs wären.
Doch dabei will ich es heute belassen, zuviele Gedanken schwirren gerade herum und verlangen nach Aufmerksamkeit...

Des Menschen Ursprung

Immer wieder höre ich die Frage nach dem Sinn des Lebens, warum es Menschen gibt, doch eine zufriedenstellende Antwort hörte ich bisher nicht. Soweit ich es beurteilen kann, stellt "der Mensch" diese Frage schon seit es Aufzeichnungen gibt. Oft glaubte man schon, den Sinn zu kennen, so mancher verzweifelte an dieser Frage. Eventuell bekommt man eine Ahnung davon, wenn man zum Ursprung des Menschen schaut, aber, wo ist dieser?
Die Wissenschaft spricht von der "Evolutionstheorie" in der alles leben den gleichen Ursprung hat und sich nach und nach auseinander entwickelte und so die Artenvielfalt auf der Erde schuf. Der Mensch stammt, nach dieser Theorie, vom Affen ab, vermehrte sich und verbreitete sich dann über den ganzen Planeten. Unterschiedliche Merkmale, wie zum Beispiel die Hautfarbe seien durch das Leben in bestimmten Regionen entstanden, also durch Evolution und Anpassung.
Wenn ich so darüber nachdenke, dass man davon ausgeht Afrika sei die "Wiege der Menschheit" und von dort haben sich Vorfahren dann nach und nach ausgebreitet, so macht sich in mir ein ungutes Gefühl breit. Denn wenn dem so wäre, müssten in besagter Region, und damit meine ich nicht das alte Ägypten sondern weiter südwärts Äthiopien, die ältesten Anzeichen von Kultur und Besiedelung sein, dort müssten wir eine Hochkultur vorfinden, die ihresgleichen sucht. Genau das ist aber nicht der Fall, bis heute nicht. 
In der Schule lernte ich, dass der Beginn einer Kultur da festzumachen ist, wo dieses Volk, der Kulturträger sesshaft wurde. Meist geschah dies an einem Gewässer, da Wasser, damals wie heute, für uns Menschen überlebenswichtig war und ist. Nach der Sesshaftwerdung folgten Ackerbau und Viehzucht usw. Man baute an diesem Ort auf und entwickelte weiter, expandierte usw. usf.
In Afrika finden wir dies aber kaum, von Ägypten abgesehen, welches als Staat vermutlich deutlich älter ist als die Ägyptologen heute wahrhaben möchten. Östlich von Ägypten befand sich in Mesopotamien das alte Sumer, wo später das alte Babylon erstand. Bibelforscher meinen dort den Ursprung der Menschheit gefunden zu haben, den Garten Eden also.
Zwischendurch fand und findet man heute noch da und dort menschliche Überreste, welche beiden Theorien widersprechen. Es fällt stark auf, dass Wissenschaft und Bibelforscher gleichermaßen nur auf materielle Dinge aus sind um ihre Theorie zu beweisen. Klar müsste beiden sein, dass materielle Dinge, seien es nun Tonscherben und Werkzeuge oder Knochen mit der Zeit durch die Witterung oder gar durch Zerstörung verloren gehen oder vielleicht sogar durch Erdbeben oder Fluten unter die Erde oder auf den Grund vom Meeresboden gelangen und dort noch weiter absinken. Man kann also davon ausgehen, niemals alles finden zu können und somit niemals zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen, sofern man sich nur der materiellen Beweise bedient und alles andere ablehnt.
So komme ich nicht weiter mit der Suche nach dem Ursprung der Menschen, die Evolutionstheorie kenne ich schon, die Geschichte um den Garten Eden ebenfalls, doch was sagen andere Quellen? Da fällt mir die nordisch-germanische Edda in die Hände in der es in der Völuspá heißt: "...Gingen da dreie aus dieser Versammlung, mächtige, milde Asen zumal, fanden am Ufer unmächtig Ask und Embla und ohne Bestimmung..."
Ask heißt Esche, Embla ist die Ulme und beide Holzstücke fanden drei Asen, drei Götter aus Asgard und so geht es dann weiter: "...Besaßen nicht Seele und Sinn noch nicht, nicht Blut noch Bewegung, noch blühende Farbe. Seele gab Odin, Hönir gab Sinn, Blut gab Lodur und blühende Farbe..." Nach dem alten Glauben der Germanen also, stammen die Menschen von zwei Holzstücken, welche die Götter formten, belebten und beseelten, ab. 
Dr. Ing. Erwin Thoma beschreibt in Vorträgen und Büchern die Verbindung zwischen Mensch und Baum und den stofflichen Unterschied zwischen beiden. Er sagt, wenn man die Zellen eines Baumes, mit denen eines Menschen vergleicht, erkennt man exakt die gleichen Bausteine, die Spurenelemente sind nur etwas anders zusammengesetzt. In der Baumzelle befindet sich Chlorophyll und in diesem ein ganz kleines bisschen Magnesium. Nimmt man das Magnesium raus und gibt stattdessen Eisen hinein, so entsteht Hämoglobin, also unser Blut. Das hier ist nun etwas grob umrissen von mir, aber es zeigt deutlich den wahren Kern in der germanischen Schöpfungsgeschichte und die damals schon bekannte Verbindung zwischen Mensch und Baum. Diese Verbingung ist es wert näher untersucht zu werden, wer weiß was da noch an Wissen zum Vorschein kommt.
Der Ursprung nach germanischer Sicht ist Midgard, der mittlere Garten, eine von neun Welten, welche alle verbunden sind durch die Weltenesche Yggdrasil. Nun gut, so lässt sich also auch kein geographischer Ort festmachen. Möglicherweise findet sich etwas bei anderen Kulturen, doch dazu ist meine derzeitige Quellenlage eher dürftig. So komme ich vorerst zum Schluss, dass es auch da schwer bis unmöglich erscheint, einen Ursprung zu finden, Aufzeichnungen sind rar, oft in Mythen versteckt und die Wissenschaft hechelt Funden hinterher und kommt mit überarbeiten und revidieren nicht nach, weshalb es oft unterbleibt und gewisse Funde in einer Kiste verschwinden um bei Zeiten vielleicht wieder hervorgeholt und untersucht zu werden. 
Aber egal welcher Theorie man auch anhängt, man sollte sich stets bewusst sein, dass es eben nur eine Theorie ist und durchaus irgendwann als falsch gelten kann.

Der Anfang

Womit soll ich beginnen? Einen Blog verfasste ich bisher noch nie und so war es für mich eine schwere Frage, bis zu dem Moment, in dem mir die Worte "Am Anfang war das Wort" in den Sinn kamen. Dieser Satz stand doch in der Bibel, oder? Kurz nachgeschaut und auch gleich entdeckt bei Johannes 1,1. Sehr gut, denk ich mir und überlege weiter, sinniere über die Bedeutung dieses Satzes und merke immer mehr: Nein, das kann so nicht stimmen.
Ein Wort setzt eine, wenn auch noch so primitive, Sprache voraus und ist meiner Ansicht nach ein Zeichen von Kultur. Ein Wort oder gar ganze Sätze entstehen aber nicht einfach so aus dem Nichts heraus, sondern haben zumindest einen Gedanken als Grundlage, bewusst oder unbewusst. Also müsste es doch heißen: "Am Anfang war der Gedanke".
Zufrieden mit dieser Folgerung lehne ich mich zurück, schau aus dem Fenster links von mir und denke darüber nach, was all das nun bedeutet und merke, da habe ich ein Thema aufgetan, welches so leicht nicht zufriedenstellend abgeschlossen werden kann. Ein Gedanke, welcher sich zu einem Wort oder gar einem Satz verdichtet, setzt intelligenz voraus, kann nicht aus dem "Nichts" einfach so heraus entstehen, so ganz "zufällig". Wieder werfe ich einen Blick in die Bibel und sehe wie der Satz weitergeht: "und das Wort war bei Gott,  und das Wort war Gott." 
Nun ja, war klar, dieses Wort kam von Gott, sonst stünde es ja nicht in der Bibel, logisch. Doch da tun sich gleich die nächsten Fragen auf: Wer ist dieser Gott? Woher kommt er? Gibts noch Andere?
Jede dieser Fragen ist spannend an sich, besonders wenn man nicht nur die Bibel sondern eben auch andere Schriften, welche noch älter sind als diese, zu Rate zieht. Recht schnell wurde mir im Zuge des Nachsinnens und recherchierens klar, die Bibel ist sehr einseitig ausgelegt, widerspricht sich manchmal selbst und zeigt keineswegs ein Bild des "Einen", des "Einzigen", des "Großen" usw. 
Vielmehr scheint sich diese Sammlung von Büchern auf einen lokalen Wüstengott aus der Region des Berges Sinai zu beziehen, welcher ganz gerne der "Einzige" sein möchte, es aber nicht ist. Schon im ersten Gebot steht "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben". Das heißt dann also, es gibt welche, aber du sollst sie nicht haben. Da drängt sich mir die Frage nach dem "Woher" bezüglich der Bibel auf. Ich merke schon, es ist ein Fragenlabyrinth, welches ich da betreten habe und dessen Ausgang ungewiss, aber doch intuitiv bekannt ist.
Aber zurück zum Anfang. Auch dieser Berggott vom Sinai muss irgendwo einen Ursprung haben, so wie auch all die Götter aller anderen Kulturen und Völker der Erde. Ganz am Anfang steht im 1. Buch Mose in der Genesis 1,1: Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Jetzt weiß ich soviel wie vorher, lese etwas weiter und in 1,3 steht: Und Gott sprach...
Dieser, ich nenne ihn hier nun Jahve, mein also alles erschaffen zu haben. Also als Urheber von allem was da ist, da er ja gern den Allmächtigen und Einzigen spielt, schuf er folglich auch die anderen Götter, welche er nicht mag und zu denen man nicht beten soll.  Genesis 1,3 geht ja noch weiter: Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und bei 1,4 gehts folglich weiter: Und Gott sah, daß das Licht gut war. Seltsam, angenommen er, der Allmächtige Jahve erschafft wirklich alles, so auch das Licht, wie kann es sein, dass er erst nachdem es erschaffen wurde, erkannte, das es gut war? Es müsste ihm, so er der Allmächtige ist, doch klar sein, bevor es noch erschaffen wurde. 
In mir erhärtet sich die Meinung zusehends, dass er nicht der Einzige und schon gar nicht der Allmächtige oder gar Allwissende ist. Beispiele für sein nicht wissen gibt es noch Einige in der Bibel. Woher aber kam er dann und all die anderen Götter? Ich stöbere wieder durch meine vielen Bücher und mir fällt wie schon so oft ein bestimmtes Buch in die Hände: "Sajaha, die Prophezeiungen für ein Neues Zeitalter". Darinnen, in Sajaha 2 Ereschkigal und die Eulen, beschreibt sie ähnliche Gedanken indem sie die Eulen befragt: "Wo, ihr Weisen, hat der Kreis seinen Anfang? Und wo sein Ende?" Eine tiefgründige Frage meines Erachtens. "Wo das Licht aufhört, ist der Anfang des Kreises und wo die Finsternis aufhört, dort ist sein Ende." ... "Denn alles hat einst begonnen im Licht, durchwandert das Dunkel und kehrt zum Lichte zurück."
So einfach wie ich es mir Anfangs dachte, ist es nicht mit dem Anfang, soviel ist mir nun klar. Ein Kreis, so in der Erzählung beschrieben, beginnt und endet an der gleichen Stelle, er hat seinen Anfang, doch haben wir diesen vergessen und finden ihn nun nicht mehr. Der Anfang sowie das Ende verinnen in der Ewigkeit und sind nur sehr schwer, wahrscheinlich unmöglich zu verstehen oder gar nachzuweisen. Daher bleibt scheinbar auch eine Frage nach dem Ursprung aller Götter unbeantwortet, zumindest vorerst. Denn da wo die Wissenschaft mit ihrem Latein am Ende ist und nicht mehr weiterkommt, da keine Beweise mehr existieren, so sie je existiert haben, kommt das Geistliche ins Spiel. 
Religion kommt vom lateinischen religare und heißt soviel wie zurückverbinden. Doch wenn ich mir heutige Religionen, wie zum Beispiel die Monotheistischen so anschau, zweifle ich stark daran. An zurückverbinden wird nicht gedacht, eher an Bindung an eine bestimmte Lehre, Weltanschauung ohne aber den freien Forschergeist in den Gläubigen zu wecken um zum Ursprung zurück zu finden. Forschen heißt fragen und nachdenken, ein greuel in den Augen so mancher "Geistlicher" da die Fragen zu schnell in eine Ungewollte Richtung führen können und damit oft als blasphemisch gelten. "Glaube was da steht und Frage nicht weiter" so hätten sie es gerne.
Wenn ich an die heutige Zeit denke, so erkenne ich recht schnell den Glauben in allen Menschen. Jeder glaubt an etwas, manche an die Existenz eines oder mehrerer Götter, manche an deren Nicht-Existenz, so mancher an die Macht des Geldes oder an die Unfehlbarkeit von Parteien, Religionen, der Wissenschaft oder bestimmter Personen, an die heilsbringende Art dieses oder todbringende Art jenes Wesens, Geräts, Wortes und so weiter. DIese Liste ließe sich beliebig lange fortsetzen, da der Glaube in den Menschen verankert ist, meist unbewusst. Man nennt sowas oft auch Prägung, welche im Laufe des Lebens, meist in der Kindheit entstanden ist. 
Ich erkenne schon, alles hat seinen Anfang, irgendwo, möglicherweise auch sein Ende, auch irgendwo. Der Anfang ist bei den Dingen sehr schwer fest zu machen, das Ende ebenso. Denn auch wenn etwas zerstört wurde, eine Partei beispielsweise, so ist ihr Ende aber trotzdem noch nicht da, da die Idee, der Gedanke dahinter, weiterlebt, auch, wenn den Trägern dieser Idee die Kraft zum Wort fehlt. Der Anfang ist ein Gedanke, gewissermaßen, oft von vielen Menschen gedacht, weitergebildet und am Ende Gemeinsam geschaffen im Wort und der dann folgenden Tat. Doch in welchem Kopf begann es? Zu welcher Zeit war das? Diese Frage wird wahrscheinlich in den meisten Fällen nie zu beantworten sein. 
So will ich es nun bei diesem Anfang belassen. Dieses Thema könnte ganze Bücher füllen und man würde es doch nicht abschließen können, da die Frage nach dem Anfang trotzdem nicht zufriedestellend erklärt werden kann.